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Biographien
Bevor Hendrik Nachtsheim und Gerd Knebel Badesalz gründeten waren sie erfolgreiche Musiker jeweils einer Hessenband. Gerd war Bandleader von Flatsch und Henni zweiter Sänger der Rodgau Monotones.
Über die Entstehung von Badesalz und wie sich die beiden kennen gelernt haben gibt es viele verschie-
dene Stories, welche Badesalz selbst in die Welt setzten. Ihnen erscheint die wahre Geschichte zu langweilig, denn das Ganze geschah über ihre Bands.
Mitte der 80er gaben die Rodgau Monotones ein gemeinsames Konzert mit Flatsch. Der Schlagzeuger der Monotones hatte Geburtstag, Henni Liebeskummer und so wurde die anschließende Aftershow-Party recht exzessiv. Gerd und Henni saßen die ganze Zeit über zusammen, haben rumgescherzt und bemerkten sehr schnell, dass sie auf einer Wellenlänge sind. Und so fragte Gerd Henni, ob er sich nicht vorstellen könne, dass sie etwas gemeinsam machen.
Zunächst wollten sie sich "Affezerkus" nennen, empfanden dies dann aber als Steilvorlage für Kritiker. Erst kurz vor der Premiere ihres ersten Programmes "Das Super-Dong-Dong" kam die entscheidene Idee. |
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Der Veranstalter rief an und wollte wissen, wie sich die beiden denn nun eigentlich nennen möchten. Zu diesem Zeitpunkt hielten sie eine Badesalztablette in der Hand, welche zur Handlung des Bühnenstücks gehörte. Somit haben sie sich zunächst "Das Bade-
salztheater" genannt, änderten diesen Namen jedoch später, als sie auch im Fernsehen auftraten.
Nach diesem Programm folgte bald das erste Album und ein paar Jahre und weitere Platten später kam der Film "Abbuzze!" in die Kinos, welcher mehr als eine Millionen Zuschauer verzeichnen konnte. Es folgten die Fernsehserie "Och Joh", weitere Programme, noch mehr Alben und so setzte sich ihre Karriere stets fort.
1998 wurden sie mit dem ECHO-Preisträger ausge-
zeichnet und erhielten drei Goldene Schallplatten.
Nur in einem sind sie sich dabei stets treu geblieben, denn ihr Alter ist und bleibt für viele geheim. Aller-
dings nicht aus Eitelkeit, denn man wollte mal ein Interview mit Gerd nicht veröffentlichen, weil man sein Alter nicht wusste und das jedoch in Klammern hinter seinem Namen stehen müsse. Sie fanden es absurd, dass es daran hätte scheitern sollen. |
Die Geschichte von Flatsch!
1981 gründeten drei "begnadigte Körper" (Albumname)
die Spaßrockband Flatsch! Die Richtung war schnell klar:
satirisch, böse, psychedelisch und viel Humor.
Bei den Konzerte mit Olaf Mill als zweiten Frontmann
an der Gitarre, Sepp'l Niemeier am Schlagzeug und dem
Sänger Gerd Knebel gab es zwischen den
Nummern immer wieder Sketche. Sie lockerten die
Atmosphäre und taten ihren Teil für die Stimmung.
Dieses Live-Gefühl konnten die CDs nur schwer
über-
mitteln. Zwar wurden ein paar der Gags auch auf den
Alben festgehalten, allerdings waren vor allem die Songs
live viel mitreißender. Dies dürfte mit Grund für die 1989
erschienene LP "endlich live" gewesen sein, die auch
heute noch bei vielen Fans als Rarität gilt.
Flatsch wurde immer erfolgreicher und spielte oft bei
ausverkauften Festivals. Obwohl die Rodgau Mono-
tones
zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls sehr bekannt waren, blieb ein
Konkurrenzkampf aus. Im Gegenteil: viele Fans gingen gleichermaßen zu beiden Bands. |
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1989, als die Drei gerade am Höhepunkt ihrer Karriere
angelangt waren löste sich die Band auf, weil
Gerd bedingt durch Badesalz die Zeit für Rockmusik fehlte.
Olaf schuf daraufhin "Olaf und die Band", die sich ebenfalls
durch Spaßrock auszeichnete. Der Erfolg
blieb jedoch aus, sodass er kurze Zeit später das aus
drei Personen bestehende "Eisberg-Duo" gründete, welches für 15 Jahre bestehen blieb. Als Nachfolger dessen könnte "Türzueszieht" angesehen werden.
Statement von Henni: Flatsch gab es gute zehn Jahre, Gerd hat die Band
mitgegründet und war auch bei ihrer Auflösung dabei.
Flatsch hatte in Frankfurt absoluten Kultstatus und war
sicher auch Vorreiter in Sachen Comedy. Nur außerhalb
Hessens hat es nie so richtig geklappt. Die Leute,
die sie gesehen haben, waren immer begeistert, es kamen
nur leider zu wenige. Ich glaube, dass Flatsch einfach zu
gut, zu originell und zu abgefahren für ihre Zeit gewesen ist und
dass so eine Band es heute noch weiter bringen würde,
als sie es ohnehin schon erreicht haben! |
Die Geschichte der Rodgau Monotones
Ende 1977 trafen sich fünf Musiker aus Rodgau und Umgebung, um eine Rock-Combo zu gründen.
Henni war zunächst nur Saxophonist in der Band seines älteren Bruders, welcher 1978 (wegen Liebes-
kummer) zwei Auftritte nicht spielen wollte. Die Band wollte sich diese Konzerte jedoch nicht entgehen lassen und so suchte Henni nach einem "Ersatz".
Dabei lernte er Peter Osterwold kennen, den Sänger der jetzigen Rodgau Monotones (damals gab es nur eine Vorläuferband). Henni wurde nicht nur zweiter Sänger, sondern schrieb auch zusammen mit Ali Neander, dem Gitarristen der Combo, fast alle Texte.
1982 kam ihr erstes Album "Wollt ihr Musik oder was?" auf den Markt. Den großen Durchbruch schafften sie mit der Single "Erbarme, zu spät, die Hesse komme!", welche über Wochen in den deutschen Charts war!
1987 bereicherte Achim Farr als zweiter Saxophonist die Rock-Gruppe. Es wurden weiterhin Platten produziert, während der Erfolg allmählich zurückging. |
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Das endgültige Aus schien erreicht, als Henni 1990 die Band verließ, weil er sich aufgrund des Zeitaufwandes zwischen ihr und Badesalz entscheiden musste.
Man pausierte 18 Monate lang, ehe man einen Neu-
anfang mit Sängerin Kerstin Pfau wagte. Ihre Stimme brachte die Hörer schnell zurück.
Die Geschichte der Monotones ist allerdings geprägt von Abschieden, denn Mitte 2001 verließ auch Achim Farr die Combo, für welchen Matthias Dörsam einsprang.
Besetzung heute: Peter Osterwold/ Kerstin Pfau (vocals), Ali Neander/ Raimund Salg (guitar), Joky Becker (bass), Mob Böttcher (drums) und Matthias Dörsam (saxophon).
Statement von Henni: Die Monotones waren eine saugute Zeit für mich, mit unzähligen, tollen Auftritten, riesigen Open Airs usw. Nach anfänglichem Trennungsgezanke, komm ich heute bei ihren Auftritten ab und zu auch mal für ein paar Stücke dazu, was total klasse ist! Die Rodgaus gehören immer noch zu den geilsten Live-Bands Deutschlands! |
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