Ist es euch schon einmal passiert, dass man euch außerhalb Hessens nicht verstanden hat?

Henni: Ja, das war in einem Jugendzentrum in Uganda! Wir haben gespielt und gemacht… und permanent in verständnislose Gesichter geschaut.

So manche Beziehung ist nach so langer Zeit schon in die Brüche gegangen. Warum klappt das bei euch?

Henni: Wir kennen uns gut genug, um die verschiedenen Stimmungen des jeweils anderen zu checken, und sich darauf einzustellen. Außerdem leben wir ja nicht zusammen, sondern haben beide ein eigenes privates Umfeld, Familie, Kinder usw.

Welches Programm hättet ihr rückblickend lieber nicht rausgebracht?

Henni: Ehrlich gesagt keines. Alle hatten beziehungsweise haben ihre Bedeutung, und es gab auch keines, das nicht funktioniert hat. Bei “Das Baby mit dem Goldzahn” gab es zwar anfangs Irritationen und leichte Proteste, weil wir das mit zwei Freunden gespielt haben, aber im Laufe der Tour hat sich das dann ins Gegenteil gewandelt.

Ihr seid verdammt bekannt, werdet auch oft auf der Straße erkannt: Verkleidet ihr euch auch mal? Wenn ja, wie?

Henni: Neulich haben wir uns als Barack Obama und seine Frau verkleidet. Aber wir sind trotzdem dauernd angesprochen worden…!

Wie gefällt euch Maik Franz auf dem Platz?

Henni: Als er noch in Karlsruhe gespielt und zum Beispiel unseren Amanatidis bis zur Weißglut provoziert hat, hab ich ihn als Eintracht-Fan nicht ausstehen können. Aber jetzt spielt er für uns und provoziert andere… und jetzt finde ich ihn super!

Was habt ihr euch für die Karlsruher überlegt?


Henni: Damit alle in der richtigen hessischen Stimmung sind, drücken wir am Eingang jedem, der reinkommt, einen Handkäs‘ ins Gesicht. Das ist ein altes hessisches Begrüßungsritual, das schon immer gut ankommt!

Wie habt ihr das Karlsruher Publikum in Erinnerung? Ist das gut?

Henni: Ja, das ist in Ordnung! Wir spielen schon lange in Karlsruhe. Es war eine der ersten Städte, in die wir uns außerhalb Hessens getraut haben. Ich glaube, der erste Laden, wo wir mehrmals gespielt haben war das “Jubez”. Seitdem waren wir mit jedem unserer Programme dort.


boulevard-baden.de - 30.01.2011