| Ihre erste Brille - eine Erleichterung, endlich wieder alles
sehen zu können?
Henni: Ja und nein. Ich konnte in der Schule plötzlich
alles sehen, was an der Tafel stand und hatte kaum noch
gute Ausreden für mein passives Unterrichts- Haben Sie Ihre erste Brille gehasst? Henni: Hätte ich da schon Comedy gemacht, hätte ich sie wahrscheinlich als lustiges Bühnenutensil gemocht, so aber war mir mein Aussehen vor allem peinlich. Wurden Sie mit der Brille zum Außenseiter oder ist es Ihnen gelungen, gerade damit das erste Mal auf sich aufmerksam zu machen? Henni: Ich hatte dieses Kassengestell und eine Prinz-Eisenherz-Frisur und sah aus wie ein Mädchen! Was immer das auch für eine Form von Aufmerksamkeit war, ich habe die Anfangsphase als Brillenträger nicht gemocht. Die Zeit war also noch nicht reif für ein schickes, randloses Modell... Henni: Ein paar Jahre später überredete mich eine Freundin, das Kassengestell gegen eine Nickelbrille zu tauschen und mir zudem die Haare wachsen zu lassen. Ab diesem Tag wurde alles besser! Ich fühlte mich wie John Lennon, was wahrscheinlich auch der Grund war, dass ich mich als erstes in eine Japanerin verliebte. Was wären Sie ohne Brille? Henni: Ein führerscheinloser Autofahrer in U-Haft!Extra Gesundheit - Stefan Schröder - 16.05.2006 |