| Henni, Sie sind bekennender Eintracht-Fan. Seit wann und warum? Henni: Seit meiner Kindheit. Ich war so 10 Jahre alt und bin ins Stadion gegangen, um Köln mit Overath zu sehen. Dann haben Grabowski und Hölzenbein gezaubert. Ich hab meinen Köln-Schal an den Zaun gehängt und mir mit meinem letzten Geld einen Eintracht-Wimpel gekauft. Waren Sie am Sonntag gegen Stuttgart im Stadion? Henni: Ich war beruflich unterwegs und hab‘s nicht geschafft. Ich hab mir aber das ganze Spiel im Fernsehen angesehen. Und? Henni: Es war schrecklich, geradezu unheimlich. Sie spielen nicht gut und dann kommt auch noch Pech dazu. Es soll einen Offenbacher Voodoo-Zauberer geben, der der Eintracht diese schlimmen Dinge anhext. Am Freitag kommen Sie mit Ihrem Programm "Den Schal enger schnallen und in die Ohren spucken" ins KFZ. Was erwartet die Fans? Henni: Das ist eine Stand-up-Comedy über Fußball und das Drumherum, kein reines Eintrachtprogramm. Jeder, der auf den Humor von Badesalz steht, soll auf seine Kosten kommen. Das Publikum ist bislang bunt gemischt. Es kommen Eintracht-Fans in Kutte, aber auch andere Leute, die gerne lachen und mit Fußball eigentlich nichts anfangen können. Die Frauenquote liegt übrigens bei 50 Prozent. Noch eine Frage, die viele Hessen bewegt: Wo steht die Eintracht am Saisonende? Henni: Wir steigen nicht ab. Wenn der Offenbacher Voodoo-Zauberer gestoppt worden ist, werden wir auch wieder gewinnen. Das habe ich komischerweise schon nach dem Stuttgart-Spiel gedacht. op-marburg.de - Uwe Badouin - 01.03.2011 |