Während viele Kinder und Jugendliche in ein Jugend-
haus
gehen, um Spaß zu haben, geht es plötzlich um
Wichtigeres. Denn zuständige Politiker der Stadt Rodgau haben
beschlossen, dass das Jugendhaus schließen soll, angeblich aus finanziellen Gründen.
Enttäuscht darüber wurde "pro Jugendhaus" gestartet.
Jugendliche, Eltern, der Bürgermeister Thomas Przibilla
und Prominente kämpften für den Erhalt. Unter ihnen auch Badesalz. Henni: "Kerstin Brenner
von der Pro-Jugendhaus-Initiative hat uns angeschrieben und um Hilfe
gebeten. Wir haben dann nachts telefoniert und die
Aktion spontan geplant."
Am 10. März 2004 waren beide vor Ort, um
sich ein eigenes Bild zu machen. "Als ich gelesen
habe, dass die Jugendlichen vor dem Rathaus standen und
wein-
ten, als das Ende der Einrichtung feststand, war ich
total berührt" so Gerd. Henni, der früher selber
ein Jugendhaus besuchte, ärgert sich darüber: "Für mich war das Haus immer
eine Inspirationsquelle. Wenn man sieht, welche Freizeitmöglichkeiten die jungen Leute hier haben und wie sie
emotional aufgefangen |
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werden, ist der Beschluss einfach
nur schwachsinnig. Wenn sich die Gesellschaft jetzt nicht
einmischt, wird's für alle teurer".
Was soll mit dem Haus passieren, wenn es geschlossen wird? Gerd: "Es kursieren
Gerüchte, dass ein
Verein die Räume dazu nutzen
will, seine Pokale auszustellen. Ich finde, die Jugendlichen
sollten
dann als Polierer wieder hierher kommen dürfen."
Besonders absurd war für Badesalz die Tatsache, dass
keiner der Politiker, welche die jeweiligen Schließungen
in Auftrag gaben, jemals eine der Einrichtungen von innen
gesehen haben. Henni empört: "Die sollen
endlich mal hier auftauchen und sich die Sache ansehen".
Am dem Tag, als Badesalz in Rodgau waren, wurde das Ganze
von RTL aufgezeichnet und in den Nachrichten verbreitet.
Auch Hit Radio FFH berichtete über den Vorfall. Der Einsatz aller Beteiligten hatte sich
gelohnt, denn das Jugendhaus wurde nicht geschlossen und blieb weiterhin bestehen. |