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  Projekte - Um was geht's hier eigentlich

Nachdem er mit Henni seit über 25 Jahren zu zweit auf der Bühne stand, wollte Gerd es alleine probieren.

Wer jedoch auf Badesalzhumor wartete, dürfte leicht enttäuscht gewesen sein, denn Gerd zeigte sich von seiner zynischen und kabarettistischen Seite.

Im April 2006 startete er seine Solotour. "Es geht nicht um ausschließlich Lustiges.", so beschreibt er unter anderem sein Programm sebst. Gerd wollte bewusst keine Themen ansprechen, über die es schon Unmengen an Witzen gibt, sondern sich an etwas Neuem wagen. Er meinte, er könnte doppelt so viele Leute im Publikum haben, wenn er einfach zwei Stunden lang über Frauen und Schuhe reden würde.
  Er zog aber Qualität der Quantität vor und suchte sich gezielt die Themen raus, die für viele Menschen unangenehm sind. So las er beispielsweise aus einem Buch vor, in dem Liebesbriefe an Adolf Hitler gesammelt sind. Es geht natürlich nicht darum, Hitlers Taten zu schönigen, sondern die absurde Denkweise dieser Frauen preiszugeben. Viele Leute glaubten nach einer Vorstellung, Gerd habe sich diese Zeilen selbst ausgedacht, doch sowohl das Buch als auch die vielen Briefe darin sind vollkommen echt.

Auch wenn man zwischendurch über banale Dinge wie eine viel zu groß geratene Brille mit dazugehöriger Clownsnase lachen kann, so ist es dennoch kein einfaches Programm und fordert viele graue Zellen.
 

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